Entstehung der Jahreszeiten

Die Entstehung der vier Jahreszeiten ist ein sehr komplexer Vorgang und wird durch den Umlauf der Erde um die Sonne bestimmt. Die Erde braucht 365 Tage, 5 Stunden und 8 Min. um sich einmal um die Sonne zu drehen.

Nun steht die Erde nicht parallel zur Sonne sondern ist um einen Winkel von 23,5° geneigt. Durch diese Schrägstellung ist eine Erdhalbkugel für ein halbes Jahr mehr der Sonne zugeneigt, als die andere. Nach einer halben Umdrehung um die Sonne (halbes Jahr) ist dann die andere Erdhalbkugel näher an der Sonne. Die Sonneneinstrahlung auf der sonnenzugewandten Erdhalbkugel ist intensiver als auf der sonnenabgewandten Seite. Das heisst die Erde wird dort mehr aufgewärmt. Dank der Erdatmosphäre wird die Wärme gespeichert und verpufft nicht sofort ins Weltall. Dort ist dann Sommer.
Eine gute, bildliche und bewegte Darstellung dieses Vorganges findet man unter:
http://youtu.be/5Le-unFy18A

Diese Schrägstellung der Erdachse auf der Erdumlaufbahn bewirkt, dass sich im Laufe eines Jahres die Einfallswinkel der Sonnenstrahlen und die Intensität der Strahlung auf den Erdhalbkugeln verändern. Dadurch kann man die Erde in verschiedenen Zonen einteilen (s. Abb.):

Bild Wendekreise

Quelle: www.jgiesen.de

 

Am Äquator und in den Gebieten südlich und nördlich davon bis zu den sogenannten Wendekreisen gibt es kaum Unterschiede zwischen Tag- und Nachtlänge. Tag und Nacht sind hier das ganze Jahr hindurch je ca. 12 Stunden lang. Daher gibt es hier auch keine Jahreszeiten.

In den gemässigten Zonen, zwischen den Wendekreisen und Polarkreisen haben wir im Sommer lange und im Winter kurze Tage. Die Intensität der Strahlung nimmt zu den Polen hin immer mehr ab. In dieser Zone gibt es ausgeprägte  Jahreszeiten.

Zwischen den Polarkreisen und den Polen gibt es Phasen wo die Sonne gar nicht mehr unter oder gar nicht mehr aufgeht. An den Polen selbst, ist es ein halbes Jahr lang hell und ein halbes Jahr lang dunkel.

 

Dies bedeutet für unsere mitteleuropäischen Breiten folgende Unterschiede zwischen Tag und Nacht.

Am 21. März (Frühlingstagundnachtgleiche) sind Tag und Nacht beide 12 Stunden lang.

Am 21. Juni (Sommersonnwende) ist 16 Stunden Tag und 8 Stunden Nacht.

Am 21. September (Herbsttagundnachtgleiche) sind Tag und Nacht wieder gleich lang.

Am 21. Dezember (Wintersonnwende) ist es bei uns ungefähr 8 Stunden Tag und 16 Stunden Nacht

Bedingt durch die Erdatmosphäre, die wie ein riesiger Speicher wirkt, erleben wir die heissesten Tage erst etwa einem Monat nach dem höchsten Stand der Sonne (Sommersonnwende) oder die kältesten Tage erst einen Monat nach dem tiefsten Stand der Sonne (Wintersonnwende).

 

Eine ausführliche und für Laien gut verständliche Beschreibung dieses komplexen Vorganges findet man im Buch von Eva Windele, Jahreszeiten, Magie, Heilung: www.eva-windele.de

Wissenschaftliche Informationen zur Entstehung der Jahreszeiten findet man auf der Webpage von J. Giessen